Von den Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) blieb Greußen, wie auch viele andere Städte in Deutschland, nicht verschont. Im Umland der Stadt befanden sich drei Kriegsparteien(sächsische, kaiserliche und schwedische Truppen), die brandschatzten, plünderten und mordeten. Einwohner der Stadt wurden gefoltert, es mußten Geld und Nahrung in großen Mengen bereitgestellt werden. Viele Menschen versuchten vor dem Schrecken zu fliehen, der sich nicht nur in den Greueltaten der Soldaten zeigte, sondern auch in Hungersnöten und der Pest. Diese kostete 1625 von etwa 1300 Greußenern 843 das Leben. Auch die anderen schwarzburger Orte waren betroffen. So gab es in Clingen 128, in Grossenerich 454 und in Sondershausen 400 Tote.