Um das Jahr 900 existierten zwei Dörfer, die gemeinsam den Namen Griuzen trugen. Später wurde daraus Gruizin, Gruzen. Der Landgraf von Thüringen gab um das Jahr 1241 dieses Gebiet dem Grafen von Honstein als Lehen. Die Anlage einer Marktsiedlung, des dritten Gruzens, ermöglichte dem Grafen von Honstein die Schaffung einer Wirtschaftszentrale. Die Erlaubnis in den Dörfern Gruzen (ausgenommen Marktgruzen) eine Burganlage ( „daz Hus Gruzen“ in der Bedeutung : „festes Haus für gesamt Gruzen“) zu bauen, erhielt der Graf um 1250. Marktgruzen und Clinggruzen wurde um das Jahr 1353 das Stadtrecht erteilt. Die feudalherrschaftliche Entwicklung dieses Gebietes erreichte somit ihren Höhepunkt.

Das Stadtrecht ermöglichte den Bau einer Stadtmauer,das Recht der Prägung von Geldmünzen (Greußenpfennig) und die Selbstverwaltung durch bürgerliche Ratskollegien. Die kapitalistische Wirtschaftsform trat immer stärker hervor. Durch diese Einflüsse dehnte sich der Handel aus. Die wirtschaftliche Entwicklung hatte auch Auswirkungen auf das Wachstum der Stadt. Es entstanden Weinbau, Tuffsteinbrüche, Bauwesen, Gasthöfe,Mühlen ... .