Kurz nach dem Ausbruch des Krieges im Jahr 1806, in
dem sich preußische und französische Truppen
gegenüberstanden, wurde auch Greußen durch die Geißel
der Kriegslasten heimgesucht. Es begann schon zwei Wochen vor der
Schlacht bei Jena (am 14.10.1806) mit Einquartierung und Versorgung
der Soldaten. Der Rückzug der geschlagenen Preußen und das
Nachrücken der französischen Truppen verlangten in der
Folgezeit große Opfer von der Stadtbevölkerung. Die
Truppenversorgung war zu gewährleisten, Abgaben mußten
entrichtet werden, es wurde geplündert und geraubt.
Nach
sieben Jahren, in denen Deutschland unter französischer
Fremdherrschaft gestanden hatte, gelang es, nach der Niederlage
Napoleons in Rußland in der Völkerschlacht bei Leipzig
(16. 17. u. 19.10.1813), die Fremdherrschaft endgültig
abzuschütteln. Obwohl Greußen durch den Rückzug der
französischen Truppen nicht unmittelbar betroffen war, hatte die
Stadt auf Grund des Durchmarsches verbündeter Heeresmassen große
Opfer zu bringen.